Verwaltung auf Datenautobahn









Vom: 21.01.2005
Von: Markus Sommer
Neues Datensystem vernetzt Schulen
IDSM GmbH, Multimediawettbewerb, Staatskanzlei Mainz, K. Wende, Vorstand KSK Rhein-Hunsrück, Landrat Bertram Fleck, Walter Desch, Vizepräsident LSB
Staatskanzlei Mainz, Kurzreferat zum Projekt, K. Wende, Vorstand KSK Rhein-Hunsrück, Stefan Bott, Landrat Bertram Fleck, Walter Desch, Vizepräsident LSB


Die Schulen des Landkreises Alzey-Worms werden ihren Verwaltungsaufwand demnächst wohl erheblich verringern können. Denn die Firma IDSM aus Gau-Odernheim hat, beraten von Schulsekretärinnen, ein neues System zur Vereinheitlichung der Schulverwaltung im Landkreis entwickelt. Dieses System soll auch den Datenaustausch zwischen Schulen, Schulträgern, Verkehrsträgern und der Unfallkasse vereinfachen. Die Entwicklung fand im Rahmen des vierten Multimedia-Wettbewerbs Rheinland-Pfalz 2002 statt. IDSM bewarb sich an dem Wettbewerb zusammen mit einem Konsortium aus dem Landkreis Alzey-Worms, dem Statistischen Landesamt, ausgesuchten Schulen, der Katholischen Fachhochschule Mainz, den Sparkassen Worms-Alzey-Ried, Rhein-Nahe, Bad Kreuznach, der Kreissparkasse/Landesbank Birkenfeld sowie den Unfallkassen Rheinland-Pfalz und Hessen. In den vergangenen zwei Jahren wurde das System entwickelt und steht nun den Schulen zur Verfügung.


Zu seinen Leistungen zählt die vereinfachte Zusammenstellung von Informationen, die zuvor Wochen in Anspruch nehmen konnte, wie beispielsweise die Schulstatistik. Möglich ist diese Vereinfachung auf Grund der einheitlichen Form, in der die Daten nun erfasst werden. Die Übermittlung an das Statistische Landesamt kann dann mit einem einfachen Mausklick erfolgen. Der Vorteil dieses Systems liegt darin, dass die einzelnen Rechner nicht miteinander vernetzt sind, es somit auch keine gemeinsame Datenbank gibt, auf die Sender und Empfänger der Daten Zugriff hätten. Deswegen fiel es Datenschutzbeauftragten auch nicht schwer, dem Programm ihren Segen zu geben. Eine einheitliche Schulsoftware hat auch den Vorteil, dass bei Schulwechseln die Einarbeitungs- und Eingewöhnungszeit für Verwaltungs- und Lehrpersonal verkürzt wird.


Die Umsetzung des Projektes wurde durch das Preisgeld von 50000 Euro finanziert. Die Nutzung ist für die Schulen des Landkreises kostenlos. Der Kreis übernimmt auch die laufenden Kosten für Softwarepflege und telefonische Betreuung, die ab 2006 mit 2.300 Euro zu Buche schlagen wird. Lediglich die Kosten für individuell vereinbarte Vor-Ort-Betreuung müssen die Schulträger selbst bezahlen. Landrat Görisch wird das System am Montag, 24. Januar, im Gymnasium am Römerkastell offiziell starten. Benachbarte Landkreise, wie Mainz-Bingen oder Rhein-Hunsrück haben bereits Interesse am neuen Schulverwaltungssystem angemeldet und der Landkreistag denkt sogar über einen landesweiten Einsatz nach.