| Das Programm dafür wurde vom IDSM-Team geschrieben, zuvor haben IDSM-Mitarbeiter zusammen mit Angestellten der Kreisverwaltung, den Schulen und Caterern die Inhalte erarbeitet. Mit dem Programm können Schulsekretärinnen einfach und schnell erfassen, wer am Schulessen teilnimmt, die Schüler können im Internet oder im Intranet der Schule schon Wochen im Voraus ihr Menü wählen, die Caterer problemlos die Menüpläne ins Netz stellen und auch die
Abrechnung ist damit viel unkomplizierter. Nötig ist dafür ein elektronischer Schülerausweis, der beim Essenholen von einem Scanner gelesen wird. Das System einzuführen kostet ungefähr 1 450 Euro, hat Stefan Bott ausgerechnet. Das Programm selbst ist kostenlos, man braucht nur den Scanner und einen Computer an der Essensausgabe. Es lässt sich sehr gut mit dem Schulverwaltungsprogramm kombinieren, das IDSM zusammen mit Schulsekretärinnen und Rektoren aus dem ganzen Kreis und der
Kreisverwaltung erarbeitet hat, kann aber auch alleine angewendet werden. Stefan Bott macht es Spaß, Neues zu entwickeln. Sein neuestes Projekt sind Planungs- und Steuerungsmodule, mit denen Firmen auch sogenannte "weiche" Kriterien wie die Zufriedenheit der Mitarbeiter und das Betriebsklima in ihre Entscheidungen einbeziehen können. "So diktieren nicht mehr nur die harten Zahlen, was gemacht wird",
sagt Stefan Bott. Trotzdem: Auch Bott hat mal mit harten Daten angefangen und verdient auch weiterhin Geld damit: Behörden, Steuerberater und Rechtsanwälte lassen sich von ihm wichtige Daten auf Mikrofilm archivieren und für die gesetztliche Unfallversicherung wertet IDSM jährlich 140 000 Unfälle aus und verschlüsselt sie. Und auch eine weitere harte Zahl beeindruckt: Beim Multimediapreis gehörte Bott mit seiner Firma nun bereits zum dritten Mal zu den Preisträgern - unscheinbar ist die
Gau-Odernheimer Firma nur von außen. |